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Ob Griff ans Portemonnaie im Gedrängel oder eine Collateralized Dept Obligation (CDO) über den Counter: was ist erlaubt, was verboten?

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Ist Spesenbetrug eine lässliche Sünde oder eine Todsünde?

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Jeder weiss: der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Das merkte schon Napoleon bei Waterloo. Das ist auch dem Staatsanwalt in der Causa Vincenz klar.

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Wie es sich für den modernen Erregungsjournalismus gehört, ist der Fall Vincenz wieder aus den Schlagzeilen gerutscht.

Eigentlich kein Schweizer Organ konnte sich enthalten, die Nase über die durchgesickerten Spesenabrechnungen von Pierin Vincenz zu rümpfen.

Entweder vornehm, oder indem er gleich als «Rotlicht-Banker» in die Pfanne gehauen wurde. Falls es tatsächlich so gewesen sein sollte, dass er freizügig in Striplokalen und anderen Etablissements Geld von Raiffeisen verteilte – und kann er dafür keine Geschäftszecke anführen –, dann ist das natürlich Spesenbetrug.

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Dem Staatsanwalt fällt immer eine Lösung für Unlösbares ein.

Aber dem Staatsanwalt in seiner Not fällt immer was ein. Also machte er aus Spesenbetrug einen gewerbsmässigen Betrug, damit umging er die drohende Verjährung. Und die für Betrug nötige Arglist, die holte er sich mit einer kühnen Konstruktion auf rechtlich ganz, ganz dünnem Eis. Dazu dann noch Urkundenfälschung, Bestechung und Veruntreuung.

Damit konnte er die Frage, was denn aus der ungetreuen Geschäftsbesorgung geworden sei, mit einem lockeren «es war ja alles noch viel schlimmer» abschmettern. Und mit der garstigen Renitenz der Angeschuldigten begründen, dass es bis zur Einreichung der Anklageschrift sagenhafte drei Jahre dauerte.

Bis er ein 364-seitiges Mammutwerk auf das Pult des Bezirksgerichts Zürich wuchtete. Eine Zumutung, selbst ohne die Gigabyte an Anlagen. Ein klares Indiz, dass ihm das Strafverfahren aus der Hand geglitten war.

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